d`accord

d’accord!

Titel | aus dem Booklet | Rezensionen

Titel

  1. Café Latino (Wave/South Sea Island Magic/Tico-Tico/Fly me to the Moon) – Download als mp3-Datei
  2. Here, there and everywhere
  3. Home stretch
  4. Romance
  5. Darf ich bitten! (Ich hab‘ die Liebe nicht erfunden/Ich träum so gern…/ Eine blaue Stunde/Ich hab‘ mich so an Dich gewöhnt/Drei kleine Geschichten/Montevideo)
  6. Menuet
  7. The Gentleman tramp (Musik aus „Modern Times“, „City Lights“, „Goldrush“ und „The Circus“)
  8. Petite ouverture à danser
  9. The waltzing cat
  10. „Schenk mir die drohenden Farben des Nordens…“ (Morgenchoral des Beachum, Seeräuber-Jenny, Ostseelied)
  11. Arrival at the Vatican (aus dem Serienfilm „Thorn Birds“)
  12. Remember Ol‘ Blue Eyes (Moonlight in Vermont, Bewitched)
  13. Bonjour, Monsieur Musette (Musettenwalzer-Folge)
  14. Illusion (Valse lente aus dem gleichnamigen Film)
  15. Dankeschön, es war bezaubernd

aus dem Booklet

„[…] Spätere Spezialisten taten das ihre, die Palette der Spielweisen noch breiter aufzufächern, dem Akkordeon ganz neue Bereiche zu erschließen. So findet man diesen erlauchten, hochentwickelten letzten Sproß aus der Familie der Ziehharmonikas auch auf exquisiten Jazz-, Bossa Nova- und Blues-Einspielungen. Aber: Diese Spezialisten und der größte Teil der älteren Meister sind bzw. waren Ensemble-Spieler. Absolute Solisten haben es nie leicht gehabt, mit dem Akkordeon ein größeres Publikum zu erreichen. Andreas Hermeyer kann diese bislang als fast gesichert geltende Erkenntnis nun endlich aushebeln, denn seine Kunst zeigt sein Instrument nicht nur pur und unverfälscht, sie zeigt ihn auch als einen würdigen Erben jener älteren Alleskönner-Generation, für die auf dem Akkordeon so gut wie nichts unmöglich schien. Auf seiner zweiten CD demonstriert Andreas Hermeyer, mit welcher schlafwandlerischen Sicherheit er sich zwischen allen musikalischen Polen zu bewegen vermag. Berührungsängste vor historischen Schlagern hat er ebensowenig wie vor Latin-Klassikern. Neo-Klassik und Edelst-Volkstümliches sind selbstverständliche Bestandteile seines Repertoires. Seine geschmackssicher zusammengestellten Medleys, seine verblüffenden Arrangements und vortrefflichen Originalkompositionen zeigen zudem einen Musiker, der nicht nur auf dem Akkordeon spielt, sondern der sein Instrument auch mit sich spielen lässt. Da werden Hermeyer und Akkordeon eins: Tasten, Knöpfe und Finger, Register, Balg und Arme verschmelzen zu absoluter Einheit, zu totaler gegenseitiger Durchdringung von Künstler und Instrument – hier atmet der Musiker durch sein Werkzeug. Spieltechnische Schwierigkeiten gibt es für Hermeyer nicht. Jazzigste Akkorde fabriziert er mit ungewöhnlichen Knopfkombinationen links und eigenwilligste Melodiebögen fallen ihm rechts nur so aus den Fingern. Dazu sein Geschick im Umgang mit den Registern seines Instruments… Man kann das Akkordeon vielleicht auch anders spielen, gewiß aber nicht besser. Die Suche nach ungewöhnlichen Klangbildern, musikalischen Erlebnissen und neu zu entdeckenden Trends kann manchmal kurz sein. Sie endet im Ostwestfälischen bei einem Instrument, über dessen Möglichkeiten die meisten Menschen nichts wissen und über dessen Seriösität sie bis heute nicht eine Minute lang nachgedacht haben. Sie endet bei einem Künstler, der die Aufgabe souverän meistert, Ihnen dieses wundervolle Akkordeonuniversum zu erklären. Andreas Hermeyer und seine neue Produktion zeigen, wie schnell und selbstverständlich die Jagd nach dem grandiosen Musikabenteuer zum Ziel führen kann, denn wenn Sie diese Zeilen lesen, haben Sie den Weg zu „D’Accord“ ja bereits gefunden. Herzlichen Glückwunsch!
Dr. Götz Alsmann

Rezensionen

„[…] Legt man diese Scheibe auf, wird man zauberhaft entführt von einem Akkordeonisten, bei dem die Spielfreude vom ersten Takt an hörbar ist. Ausgeklügelte Akkordeon-Solo-Arrangements von Andreas Hermeyer, dessen musikalischer Bogen von Latin-Titeln über Schlagermelodien zu Jazz-Standards, französischer Musette-Musik und Neo-Klassik reicht. Dabei zieht Andreas Hermeyer alle Register seines akkordeonistischen Könnens: mal einfühlsam nachdenklich, mal virtuos, balgtechnisch exzellent- und immer swingen sie, seine Interpretationen […]
Harmonika International, Ausgabe 02/2002

„[…] Auf der Suche nach geeigneten Vorlagen hat der Lippstädter einen kleinen Streifzug durch die jüngere Musikgeschichte unternommen, der keinerlei Berührungsängste kennt. […] Die Arrangements und die Präsentation der einzelnen Stücke von „d’accord“ sind durchweg erstklassig, gleichwohl ist der Silberling natürlich nichts für das breite Publikum, sondern eher etwas für den verfeinerten Musikgeschmack. […]“
Leitplanke, Januar 2002

„[…] Musikalisch erstrecken sich seine Stücke über sehr unterschiedliche Stilrichtungen. Völlig undogmatisch und ohne Scheuklappen finden sich Walzer, Musette und Swing neben lateinamerikanischen Rhythmen, Schlager- und Filmmusiken neben Jazz- und Popinterpretationen. […] Das ist zweifelsohne mutig. Ob dieser Vielfalt schlagen Verleger nur noch die Hände über dem Kopf zusammen mit dem Schreckensruf: „Das lässt sich doch nicht verkaufen!“ Das Verkaufsargument ist das eine, das musikalische ein anderes. Alle Arrangements stammen aus der Feder Hermeyers. […] Seine inspirierte Spielweise lässt die Mannigfaltigkeit eines Instrumentes lebendig werden, das bei vielen sicherlich in Vergessenheit geraten ist. […]“
Die Glocke, 5.1.2002

„[…] Seine virtuosen Interpretationen kann man als eine Liebeserklärung an das Akkordeon verstehen. […]“
Soester Anzeiger, Dezember 2001